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Weideperioden
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Idee von
Bühl
Thema
Sommer
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Weideperioden

Wir waren diese Woche in Klosters mit unserem Hund wandern. Obwohl unser Hund beim durchqueren von Kuhweiden immer angeleint ist, haben wir jeweils ein mulmiges Gefühl, vor allem bei Mutterkuhhaltung. Ein ausweichen ist aufgrund des Geländes leider nicht immer möglich. Wäre es nicht möglich, wie dies im Engadin bereits realisiert ist, auf einer Wander app anzuzeigen, wo und wann es Kühe hat. Man könnte dann die Wanderungen entsprechend anpassen.

Kommentare

Davos Klosters sagt

Der Bauern- und Waldwirtschaftsverband Davos ist grundsätzlich daran interessiert, die Kooperation mit Davos Klosters zu vertiefen und den Gästen, Zweitheimischen und der lokalen Bevölkerung schöne Wandererlebnisse zu ermöglichen. Dem Bauern- und Waldwirtschaftsverband ist es auch bewussst, dass ein Teil der Wanderer und Biker Respekt vor Rindvieh hat und ein Informationsbedürfnis besteht. Folgende Gründe sprechen gegen eine Implementierung eines zusätzlichen Kartenlayers über die Mutterkuh- und Jungviehhaltung:

  • Eine Karte zu diesem Thema wäre nur vertretbar, wenn sie ständig aktuell und absolut vollständig wäre.
  • In Davos Klosters gibt es im Unterschied zum Engadin das walserisch geprägte System der Privatalpen. Auf Davoser Boden gibt es über fünfzig private Kleinstalpen, wo wiederum häufig Besitzer und Bewirtschafter nicht identisch sind. Nicht alle Bewirtschafter sind auch aktive Davoser Landwirte und somit Mitglieder in unserem Verband. Aufgrund dieser hohen Anzahl an privaten Ansprechpersonen können wir uns nicht vorstellen, wie man auf freiwilliger Basis zu lückenlosen und aktuellen Angaben kommen könnte.
  • In einigen Gebieten (z.B. bei der Teufi) gibt es Weiden, die zu Talbetrieben gehören und bei einer Aufnahme der Alpen nicht erfasst wären.

Angenommen man hätte tatsächlich die Angaben zu den Tierarten aller Davoser Alpen, ist der Nutzen dieser Information trotzdem sehr fraglich:

  • Die teilweise recht schmalen privaten Alpparzellen in Davos reichen häufig vom Talgrund bis zum Horizont. So werden beispielsweise nur schon auf dem Wanderweg Dürrboden - Teufi über zehn verschiedene Alpbetriebe durchquert. Es gibt kaum Wanderwege im Davoser Alpgebiet, die keine Überschneidung mit Rindvieh haben.
  • Die gesamte Landschaft wäre auf einer solchen Karte mit Warnhinweisen durchsetzt, auch wenn die Wahrscheinlichkeit gross ist, dass die Tiere nicht einmal in der Nähe des Weges weiden. Eine soche Karte könnte unnötige Ängste schüren und den Gästen anstelle einer zusätzlichen Sicherheit eher ein einengendes und beängstigendes Gefühl geben.
  • Ebenfalls ungeklärt wäre die Haftungsfrage im Falle einer unglücklichen Begegnung mit einem Tier, welches gemäss Karte nicht auf dieser Alp sein sollte.

Aus oben genannten Gründen erachten der Bauern- udn Waldwirtschaftsverband sowie wir als Tourismusregion es zum jetzigen Zeitpunkt und unter den heutigen Gegebenheiten nicht als sinnvoll, einen solchen Kartenlayer zu erstellen. Die kantonale Fachstelle für Alpwirtschaft ist jedoch in ein Pilotprojekt involviert , bei welchem anhand von Sendern und via GPS Herden beobachtet werden. Möglicherweise könnte es zukünftig möglich sein, diese GPS-Daten für unsere interaktive Karten zur Verfügung zu stellen. Diese würden dann auch anzeigen, wo genau sich die Tiere innerhalb eines Alpbetriebs befinden.

22. Juni 2020 um 11:06

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